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Allgemeine Informationen über den Energiepass:
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Der Energieausweis - 2008 geht es los:
Ab 2008 muss nach der "EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden" beim Verkauf oder der Vermietung von Wohnungen ein "Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden" ausgestellt werden. Die nationale Umsetzung der Richtlinie soll mit der anstehenden Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfolgen.
Information ist der erste Schritt:
Verschiedene Studien belegen es, schlecht gedämmte Gebäude sind die größten Energiefresser und eine der größten Quellen des CO2-Ausstoßes in der EU. Fossile Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas werden zunehmend knapper. Damit
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steigen auch zukünftig die Gas- und Ölpreise weiter an. Mit der Einführung des Energiepasses in der Europäischen Union für den Immobilienbestand wird ein wichtiger Schritt zur Energieeinsparung bei Gebäuden getan.
Steigende Energiekosten sind für Jedermann ein Ärgernis, mit dem Energiepass kann jeder in Zukunft die Energieeffizienz seiner Immobilie einschätzen, beurteilen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Kostenreduktion ergreifen.
Die Geschichte des Energiepass:
Der Energiepass ist bei den Verbrauchern noch weitgehend unbekannt. Dies wird sich aber im Laufe der nächsten Monate drastisch verändern. Seinen Beginn hatte er 1992. Damals wurde die Stabilisierung der Treibhausgase auf dem wegweisenden Weltgipfel in Rio im Rahmen der Klimaschutzkonvention vereinbart. 1997 wurden, massgeblich von den Industriestaaten vorangetrieben, rechtsverbindliche Zusagen gemacht, die Emissionen der Treibhausgase bis zum Zeitraum von 2008 bis 2012 gegenüber dem Referenzjahr 1990 um durchschnittlich 5,2 % zu senken. Die EU hat ihr Ziel höher gesteckt und verpflichtete sich, die Treibhausgase um 8 % zu senken, Deutschland sogar um 21 %. Erwähnenswert ist, dass bereits Ende der 80er-Jahre in Deutschland wegbereitend ein Energiebilanzverfahren für den Gebäudebestand entwickelt wurde. Damit wurde erstmals in Deutschland eine Möglichkeit geschaffen, Energieverbräuche von Häusern vergleichend zu bewerten.
Der Energiepass - ein Gütesiegel für Immobilien:
Bei elektrischen Haushaltsgeräten, wie Waschmaschinen oder Kühlschränken sind Nachweise des Energieverbrauchs inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Auf einen Blick verrät das Gütesiegel, ob es sich um ein energiesparendes Gerät handelt oder nicht. Ein vergleichbares Instrument ist der Energiepass.
Der dena-Feldversuch:
Im Rahmen eines Ende 2004 abgeschlossenen Feldversuchs wurden verschiedene Verfahren zur Energiepassausstellung hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit für Deutschland erprobt. Grundlage für die energetische Bewertung einer Immobilie ist der Primärenergiebedarf. Zahlreiche Faktoren, neben Gebäudeform und Himmelsrichtung insbesondere die Wärmedämmung und die Anlagentechnik, sind hierbei zu berücksichtigen. Man geht dabei von durchschnittlichen meteorologischen Randbedingungen (Temperatur, Sonneneinstrahlung) aus und legt eine Standardnutzung zugrunde.
Für die Erstellung des Energiepasses konnten zwei unterschiedliche Berechnungsverfahren verwendet werden:
Beim Kurzverfahren wurden die energetische Qualität der Bauteile (Dach, Wand, Fenster) und die Eigenschaften der Heizungsanlage auf der Grundlage wissenschaftlich abgesicherter Erfahrungswerte festgelegt. Die Bauteilflächen wurden mittels eines vereinfachten Aufmaßes bestimmt.
Beim ausführlichen Verfahren wurden die energetische Qualität der Bauteile, sämtliche Flächen und die Eigenschaften der Heizungsanlage detailliert aufgenommen. Das Rechenverfahren ist weitgehend mit dem in der EnEV gesetzlich vorgegebenen identisch.
Der Energiepass - wichtig für alle:
Der Energiepass bietet für alle Beteiligten eine verlässliche Grundlage zur energetischen Bewertung eines Hauses.
Und davon profitieren wir alle: Auf der einen Seite die Eigentümer, die eine Wertsteigerung ihrer Immobilie durch sinnvolle Modernisierungsmassnahmen erreichen und deren Engagement durch einen Energiepass dokumentiert wird. Auf der anderen Seite die Mieter, die vor Anmietung über die Wohnung bereits Auskunft über die zu erwartende sogenannte „zweite Miete“ erhalten. Und nicht zuletzt natürlich auch die Umwelt, wenn es durch die Einführung des Energiepasses zu geringeren Emissionen kommt.
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Entscheidender Schritt zur Energieeinsparung bei Gebäuden
Schlecht gedämmte Gebäude sind die grössten Energiefresser und mit die grösste Quelle des CO2-Ausstosses in Europa. Fossile Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas werden ausserdem zunehmend knapper und lassen damit auch zukünftig die Gas- und Ölpreise weiter ansteigen. Mit der EU-weiten Einführung des Energiepasses für den Immobilienbestand in 2006 wird bald ein entscheidender Schritt zur Energieeinsparung bei Gebäuden getan.
Die wichtigsten Kenndaten des Energieausweis bzw. des Energiepass:
Der Energiepass dokumentiert alle wichtigen Kenndaten, die Einfluss auf den Energieverbrauch haben:
- Angabe des Primärenergiebedarfs
- Einteilung des Gebäudes in eine Energieeffizienzklasse (A bis I)
- Gebäudeinformationen wie Gebäudetyp, Baujahr, Wohneinheiten etc.
- Qualität aller Außenhüllen des Gebäudes=Dämmeigenschaften
- Anlagenaufwandszahl (Effizienz der Wärme- und Warmwassererzeugung) CO2-Emissionen
- Endenergiebedarf (Gas, Öl, Strom)
- Modernisierungstipps zur Einsparung von Energiekosten und gleichzeitiger Wertsteigerung der Immobilie
Der Energiepass (Energieausweis) - Deckblatt und Folgeseiten
Das Deckblatt beinhaltet die Gesamtbewertung, d. h. die Grunddaten des Hauses und ein Label mit einer Skala von A bis I (A=beste Kategorie), das Aufschluss über die Energieeffizienz des Hauses gibt, die auf der Grundlage des so genannten Primärenergiebedarfs ermittelt wird.
1. Gesamtbewertung Die Klassifizierung der Energieeffizienz von Gebäuden ist die wichtigste Basisinformation direkt auf dem Energiepass-Deckblatt. Hier ist der Kennwert für den Primärenergiebedarf des jeweiligen Objektes ausgewiesen. Dieser Wert beschreibt die im Gebäude benötigte Energie für Heizung und Warmwasserbereitung in Verbindung mit der Energie, die für Aufbereitung und Transport des Energieträgers zum Gebäude aufgewendet werden muss. Die einfache grafische Darstellung ermöglicht einen schnellen Quervergleich mit anderen Gebäuden.
2. Gebäude-Identifizierung Im Energiepass sind die allgemeinen Gebäudedaten ausgewiesen, die eine eindeutige Identifikation des jeweiligen Gebäudes ermöglichen.
3. Äußere Gebäude-Indikatoren Der Energiepass liefert spezielle Informationen zur Qualität aller Außenbauteile des Gebäudes: Ob Dämmstandard und Luftdichtheit den Anforderungen genügen, ob Wärmebrücken auftreten oder ob die Qualität der Anlagentechnik eine entscheidende Bedeutung für den Energiebedarf hat. Der Wärmeträger selbst (auch der Einsatz regenerativer Energien) wird berücksichtigt, der Standort der Heizungsanlage/Warmwasserbereitung im Gebäude, Länge und Dämmqualität der Rohrleitungen, die Effizienz der Pumpen, die Güte von Heizflächen und Thermostatventilen, die Regelungseinrichtungen etc.
4. Energiebedarf Der Hinweis auf den Endenergiebedarf informiert über die zu erwartenden Kosten, die für die Wärmeversorgung des Gebäudes aufgewendet werden müssen.
5. Emissionswerte Im Energiepass werden die CO2-Emissionen angegeben, die als Maßstab für die mit dem Energieverbrauch einhergehenden Umweltbelastungen gelten.
6. Modernisierungs-Tipps Chance Energiepass: Zur Realisierung sinnvoller Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen beinhaltet der Energiepass explizit gesonderte Modernisierungs-Tipps. Hier finden Sie Informationen zur Absenkung des Primärenergiebedarfs und zur Reduzierung von CO2-Emissionen und damit zur Verringerung der Betriebskosten der Immobilie. Ersichtlich wird, wie Sie höhere Umweltfreundlichkeit, geringere Energiekosten und damit Werterhalt bzw. Wertsteigerungen der Immobilie verwirklichen können.
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